Der „fliegende Wal“ über Hamburg – Das Geheimnis des Airbus Beluga


Der „fliegende Wal“ über Hamburg – Das Geheimnis des Airbus Beluga

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Wer in Hamburg oder rund um den Airbus-Standort in Finkenwerder in den Himmel schaut, erlebt manchmal einen besonderen Moment: Ein riesiges Flugzeug mit ungewöhnlich rundem Bauch gleitet langsam über die Elbe. Viele fragen sich dann: Was ist das für ein Flugzeug?

Die Antwort lautet: Airbus Beluga – eines der außergewöhnlichsten Flugzeuge der Welt.


Ein Flugzeug, das aussieht wie ein Wal

Der Airbus Beluga ist sofort zu erkennen. Durch seinen stark vergrößerten Rumpf wirkt er fast wie ein fliegender Wal – daher auch der Name „Beluga“, benannt nach dem weißen Wal aus dem Meer. 

Die erste Version dieses Spezialtransporters hob 1994 zum ersten Mal ab. Sie wurde auf Basis des Passagierflugzeugs Airbus A300 gebaut und speziell dafür entwickelt, riesige Flugzeugteile zu transportieren. 

Denn Airbus baut seine Flugzeuge nicht an einem einzigen Ort.
Flügel, Rumpf und andere Teile entstehen in verschiedenen europäischen Ländern – zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Der Beluga bringt diese riesigen Bauteile zwischen den Werken hin und her, damit sie am Ende zu einem kompletten Flugzeug zusammengesetzt werden können. 


Gigantischer Frachtraum

Das Flugzeug ist ein echtes Transport-Monster:

  • Länge: etwa 56 Meter

  • Höhe: rund 17 Meter

  • Frachtraum: bis zu 1400 Kubikmeter

  • Nutzlast: bis zu 47 Tonnen 

Damit kann der Beluga Dinge transportieren, die in kein normales Frachtflugzeug passen – zum Beispiel komplette Flugzeugflügel oder große Rumpfsegmente.


Die neue Generation: Beluga XL

Heute wird der ursprüngliche Beluga nach und nach durch ein noch größeres Modell ersetzt: den Airbus Beluga XL.

Dieser basiert auf dem Airbus A330 und ist deutlich leistungsfähiger. Insgesamt sechs Beluga-XL-Flugzeuge wurden gebaut und seit 2020 Schritt für Schritt in Betrieb genommen

Der neue „fliegende Wal“ ist länger, breiter und bietet etwa 30 % mehr Transportvolumen als sein Vorgänger. Dadurch kann er beispielsweise sogar zwei große A350-Flügel gleichzeitig transportieren.


Warum man ihn so oft in Hamburg sieht

Für Hamburg ist der Beluga besonders wichtig. Am Airbus-Werk in Finkenwerder werden viele Flugzeuge endmontiert. Deshalb landen und starten die Beluga-Transporter hier regelmäßig, um neue Bauteile anzuliefern oder fertige Komponenten weiter zu transportieren. 

Für Flugzeugfans ist das jedes Mal ein Highlight – denn dieses Flugzeug sieht so ungewöhnlich aus, dass viele Menschen automatisch zum Himmel schauen.


Ein fliegendes Stück Luftfahrtgeschichte

Ob originaler Beluga oder moderner Beluga XL – beide sind ein wichtiger Teil der europäischen Luftfahrt. Ohne sie wäre die internationale Produktion moderner Airbus-Flugzeuge kaum möglich.

Und ganz nebenbei sind sie auch eines der fotografiertesten Spezialflugzeuge der Welt – einfach weil sie so einzigartig aussehen.

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